Die Schweinegrippenimpfung – von Verschwörern, Halbwahrheiten, der unfähigen Politik und der bösen Pharmaindustrie

hansbaer November 4th, 2009

Neulich habe ich gelesen: eine halbe Wahrheit ist schon fast eine ganze Lüge.

Daran fühlte ich mich stark erinnert, als ich mich in den letzten Tagen mit der Schweinegrippe und der dazugehörigen Impfung auseinandergesetzt habe.
Es ist erschreckend, wie bereitwillig Fakten verzerrt und offenkundig zweifelhaftes zur reinen Lehre erklärt wird, wenn es darum geht, die große Geschichte von der bösen Pharmaindustrie zu erzählen, die einem so gut gefällt. Denn sie ist so einfach und naheliegend, dass Details nur noch stören.

Die Vorwürfe sind ein bunter Strauß von kruden Halbwahrheiten, von denen bei genauerer Betrachtung nicht mehr wahnsinnig viel übrig bleibt:

  • Mit Begeisterung wird über den vermeintlich so gefährlichen Stoff Thiomersal geschrieben. Zur Erinnerung: es handelt sich dabei um einen Wirkverstärker, um mit weniger Serum auszukommen. Gar wunderliche Dinge werden über ihn berichtet.
    • Er soll Quecksilber enthalten, erschreckenderweise angeblich der giftigste nichtradioaktive Stoff. Das stimmt sogar. Nur sollte man vielleicht nicht vergessen, dass auch Zyankali gut bekömmlich ist, wenn man es nur in entsprechend niedrigen Mengen zu sich nimmt. So enthält eine Dose Pandemrix weit weniger Quecksilber als man jede Woche durch Nahrung zu sich nimmt. In dem verlinkten Artikel ist von maximal 12,4 Mikrogramm in einer Dose die Rede, was aber nicht alles von Thiomersal stammen kann, denn davon sind in einer Dose gerade einmal 5 Mikrogramm enthalten.
    • Ebenso wird behauptet, Thiomersal wäre seit 2005 in den USA verboten oder hätte allgemein schon 2004 verboten werden sollen. Einen Beleg kann man dazu aber nirgends finden. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA schreibt nämlich

      Conducted in 1999, this review found no evidence of harm from the use of thimerosal as a vaccine preservative, other than local hypersensitivity reactions (Ball et al. 2001).

      und gibt heute eine empfohlene Maximaldosis von 0,1 Mikrogramm Ethylquecksilber pro Kilogramm Körpergewicht und Tag an, die WHO sogar 0,47 Mikrogramm. Selbst wenn man ersteren Wert zugrunde legt, würde jeder mit mehr als 50 kg Körpergewicht die erlaubte Dosis bei der Impfung nicht überschreiten. Die europäische Arzneimittelagentur EMEA findet den Stoff auch ziemlich gut.

    • Gerne wird auch kolportiert, Thiomersal löse vermehrt Autismus aus. Ein stichhaltiger Nachweis dieser Vermutung wurde nie erbracht.
  • Der andere mysteriöse Zusatz heißt Squalen. Bei dem ist kein Quecksilber erhalten, denn es handelt sich um einen Kohlenwasserstoff, der auch beim Stoffwechsel im Körper gebildet wird. Er ist also harmlos, sollte man annehmen. Das einzige, was gegen ihn ins Feld geführt werden kann, ist, dass Kriegsveteranen, die das sogenannte Golfkriegssyndrom haben, vermehrt Squalen-Antikörper im Blut haben. Das ist ein Indiz, was aber für sich alleine steht, denn bis auf unklare Einzelbefunde konnte kein Nachweis erbracht werden. Die FDA hat den Stoff nicht zugelassen. Die europäische Behörde EMEA tut dies aber. Die WHO konstatiert jedenfalls, dass bei 22 Millionen Grippeimpfungen mit Squalenzusatz in mehr als 10 Jahren keinerlei relevanten Nebenwirkungen beobachtet werden konnten. Insofern deutet das darauf hin, dass Squalen höchstens einer von mehreren Faktoren für das Golfkriegssyndrom sein kann.
  • Mit viel Verve wird über die vermeintlich so gefährlichen Nebenwirkungen geschrieben. Leider trägt auch die Presse ihren Teil dazu bei. Der bekannte Effekt tritt ein, dass eine Einzelmeldung schon als eine allgemeingültige Tatsache betrachtet wird. Die Meldungen aus Schweden sind dabei die pefekte Spielwiese, denn hier wurde schon früh mit der Impfung begonnen. Bis Ende Oktober wurden rund 200 Fälle in Zusammenhang mit registriert. 37 Patienten zeigten allergische Symptome. Das klingt nach viel, zumal auch von 5 Todesfällen in Zusammenhang mit der Impfung berichtet wurde. Keiner davon ist aber bislang eindeutig dieser zuzuordnen. Bei schätzungsweise mehreren zehntausend Impfungen bislang sind diese Meldungen am Rande der statistischen Bedeutungslosigkeit. Insofern sind die Behauptungen, es könne zu allergischen Nebenwirkungen kommen, ohne den entsprechenden Kontext grob irreführend.
  • Weitere Halbwahrheiten ranken sich um die rechtliche Haftung der Impfstoffhersteller. So wird behauptet, die Hersteller hätten eine umfassende Immunität erhalten.
    • In Deutschland sollen angeblich die Hersteller per Vertrag von der Haftung ausgenommen werden. Ich bin ja kein Jurist, aber seit wann können zivilrechtliche Verträge Gesetze außer Kraft setzen? Eventuelle strafrechtlich relevante Tatbestände wie der der groben Fahrlässigkeit oder ähnliches sind ja wohl kaum damit außer Kraft zu setzen.

      Laut Innenministerium kommen §84 Arzneimittelgesetz und das Infektionsschutzgesetz zum tragen.

      In §84 Arzneimittelgesetz heißt es:

      Wird infolge der Anwendung eines zum Gebrauch bei Menschen bestimmten Arzneimittels [...] ein Mensch getötet oder [...] nicht unerheblich verletzt, so ist der pharmazeutische Unternehmer, der das Arzneimittel [...] in den Verkehr gebracht hat, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht besteht nur, wenn
      1.
      das Arzneimittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen oder
      2.
      der Schaden infolge einer nicht den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechenden Kennzeichnung, Fachinformation oder Gebrauchsinformation eingetreten ist.

      Ich glaube nicht, dass man sich dieser Pflicht schon einmal vorsorglich per Vertrag entledigen kann. Dass man einen Arzt, der sich an die gelten Vorschriften gehalten hat, für Nebenwirkungen wird belangen können, ist wohl eher im Reich der juristischen Märchen angesiedelt.

    • Eine weitere Tatsachenverzerrung ist, dass behauptet wird, der Staat übernehme die Haftung. Auch dies stimmt nicht. Dies zielt auf das Infektionsschutzgesetz, wo in §60 festgelegt ist, dass der Bund für die Versorgung von Impfgeschädigten aufkommt, wenn er die Impfung empfohlen oder angeordnet hat. Der Bund übernimmt dabei das Restrisiko, das der Patient bei jeder anderen Impfung selbst tragen müsste. Das ist nur recht und billig, denn wenn der Staat seine Bürger zu einer Impfung drängt, dann sollte dieser nicht so behandelt werden, als habe er sich der Sache vollkommen freiwillig unterzogen. Es handelt sich also um keine Entschädigung, denn die Haftung des Herstellers ist davon nicht berührt.
    • In den USA gibt es in der Tat eine Immunität, und zwar zum ersten Mal in dieser Form. Prompt wird behauptet, die Politik wäre nicht viel mehr als eine Marionette der Pharmaindustrie. Selbst wenn es so wäre: dass es gute Gründe für diese Immunität gibt, wird dabei natürlich gerne übersehen. 1976 gab es eine Grippewelle samt dazugehöriger Impfung. Dieser folgte eine Klagewelle, die viel Geld kostete. Da so ein Prozess in den USA gerne mal zweistellige Millionenbeträge an Schadensersatz kostet, wäre es für die Impfstoffhersteller wirtschaftlich äußerst riskant, an die USA zu liefern – ein 1 Milliarden-Dollar-Markt kann so zu einem Verlustgeschäft schrumpfen. Kurzum: ohne die Immunität wäre kein Hersteller bereit, den Stoff überhaupt zu liefern. Die Immunität ist übrigens kein Willkürakt, sondern basiert auf einem Gesetz, das 2006 gegen Bioterrorismus erlassen wurde.
  • Besonders gemütlich in diesen Wintertagen wird die Verschwörung aber erst, wenn es um die böse Pharmalobby geht, die der Politik eingeredet hat, dass diese Impfung so nötig ist.

    Leider lassen sich auch seriöse Medien davon etwas anstecken:

    Es möge sich nach diesem Beitrag jeder einmal fragen, was er in folgender Situation tun wird:

    Sie sind Geschäftsführer einer Firma. Ein potentieller Kunde bestellt bei ihnen eine Million Teile seines Produkts. Sie müssen einige Entwicklungsarbeit und Lizenzgebühren hineinstecken, um überhaupt das Produkt zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus müssen sie ihre Maschinen monatelang auf Hochtouren laufen lassen, um die Menge bereitzustellen. Welche Vertragskonditionen verlangen sie:
    A. Ich produziere erst einmal und der Kunde kann dann nach Verfügbarkeit bestellen.
    B. Ich verlange eine verbindliche Zusage über eine bestimmte Menge.

    Man braucht kein Betriebswirt zu sein, um zu wissen, dass nur ein Narr Variante A wählen wird.

    Plusminus bekleckert sich in dem Beitrag wahrhaftig nicht mit Ruhm. Auch die Aussagen dieses Arzt und Apothekers nach dem Muster “Es kann passieren, dass…” haben ungefähr soviel Aussagekraft wie “Man kann beim Spazierengehen von einem Meteoriten erschlagen werden”.

    Es ist in der Tat anzunehmen, dass die Pharmalobby kräftig für den Impfstoff geworben hat. Die Darstellung einer regelrechten Erpressung halte ich jedoch nur für bedingt glaubhaft – immerhin gab es drei Impfstoffe zur Auswahl. Man hätte also auch zur Konkurrenz gehen können.

    Auch wird gerne außer Acht gelassen, dass eine Entscheidung, die von einer Lobbygruppe befördert wird, nicht automatisch falsch sein muss.

  • Das interessante an dieser ganzen Sache ist, dass sich bevorzugt diejenigen, die sich noch nie mit Zivilschutz auseinandergesetzt haben, plötzlich zu Experten in diesem Bereich berufen fühlen. So ist letzten Endes die zentrale Kritik die, dass diese ganze Impfung eigentlich vollkommen unnötig ist. Einige Gedanken dazu:
    • Vor knapp 10 Jahren durfte ich als Feuerwehrmann den Orkan Lothar live miterleben – und damit auch, wie beträchtliche Teile des zivilen Lebens von umstürzenden Bäumen empfindlich gestört wurden. Fließendes Wasser, Strom und Telefon sind keine Geschenke des Himmels, nur weil sie immer funktionieren. Sie müssen von Menschen funktionsfähig gehalten werden. Und diese sollten möglichst gesund sein.
    • Wiederholt durfte ich das Argument lesen, an anderen Krankheiten wie der normalen Grippe stürben doch viel mehr Menschen, so dass die Verwendung von Ressourcen in diesem Fall unangebracht ist. Jedoch ist die normale Grippe jährlich wiederkehrend und deren Effekte bewegen sich in einem vorhersehbaren Rahmen und können abgefedert werden. Es ist ja nicht so, dass wegen der Schweinegrippe weniger Menschen an der normalen Grippe erkranken würden. Der allgemeine Krankenstand kann sich durch die Schweinegruppe durchaus erheblich erhöhen.
    • Zudem entbehrt dieses Argument nicht einer gewissen Zynik. Nichts gegen eine Krankheit zu tun kann wohl schwerlich damit gerechtfertigt werden, dass eine andere Krankheit ja viel schlimmer sei. Es wird hierdurch auch unterstellt, das Geld wäre woanders automatisch besser angelegt, d.h. es würden an anderer Stelle erheblich mehr Menschen gerettet.
    • Das sei doch alles gar keine Pandemie, liest man immer wieder. Unter Pandemie scheinen sich die Leute wohl eine Krankheit vorzustellen, bei der die Menschen sterben wie die Fliegen. Dies stimmt nicht, denn auch eine mildere Krankheit kann sich weltweit ausbreiten und erheblichen Schaden anrichten.
    • Die Menschen scheinen von ihrer Regierung geradezu hellseherische Fähigkeiten zu erwarten. Die hätte natürlich schon im Juni wissen müssen, dass die Grippe nicht nur mild verlaufen würden. Dann hätte man einen Impfstoff ja gar nicht erst kaufen brauchen. Umgekehrt stelle man sich einmal vor, die Regierung hätte nichts getan und die Epidemie forderte tausende Tote. Dann wäre natürlich die Regierung schuld gewesen. Sowas kann man wohl eine Lose-Lose-Situation nennen.
    • Praktisch zu jeder häufig auftretenden Infektionskrankheit gibt es entweder eine Impfung oder eine Therapie. Bei der Schweinegrippe gibt es letzteres nicht – sollen wir dann auch auf ersteres verzichten?

Nach alledem komme ich für mich zum Schluss, dass gegen die Impfung an sich und die Impfaktion als gesamtes wenig einzuwenden ist. Die Argumente dagegen werden aus der Warte gemacht, dass diese Krankheit nicht ernstzunehmen ist. Wie bei der Finanzkrise wissen es nachher alle besser.

Übrigens: ich habe mich heute geimpft. Dazu aber ein anderes Mal – bis dahin weiß ich auch, ob es Nebenwirkungen gab.

Tage der Erkenntnis

hansbaer Mai 17th, 2009

Für uns heißt das: Wir müssen beim Eurovision Song Contest radikal neue Wege gehen.

sagte Thomas Schreiber, der ARD-Koordinator Unterhaltung, im Anschluss an das schwache Abschneiden Deutschlands.

Damit ist eigentlich schon fast alles gesagt. Die weitere Entfernung demokratischer Elemente im Eurovision Song Contest ist spektakulär gescheitert. Der NDR als Deutschlands Vertretung bei der Veranstaltung hat immer noch nicht begriffen, dass man mit dem, was in den letzten Jahren beschlossen hat, niemals Erfolg haben wird. Der ESC findet mittlerweile ohne jeglichen Enthusiasmus statt – der Beitrag wird intern ausgewählt, die alljährliche Alibi-Party auf der Reeperbahn wird gepaart mit minimaler Medienpräsenz. So liefen die beiden Halbfinals praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf Spartenkanälen.

Es muss sich in der Tat etwas ändern, wenn der ESC künftig mehr werden soll als die erfolglose Verwendung von Rundfunkgebühren. Dieser Wettbewerb hat viel mehr Potential, als ihm oft zugestanden wird. Insofern hoffe ich auf bessere Zeiten und kann nur noch einmal wiederholen, was ich schon letztes Jahr schrieb: weg mit der Big-Four-Regel und ein großer nationaler Vorentscheid anstatt einer bescheidenen Kleinveranstaltung bzw. einer internen Auswahl.

Einige sehr richtige Beobachtungen zum Thema macht auch Irving Wolther auf SPIEGEL Online.

Zu Schwedens Abschneiden kann ich nur sagen, dass das Ergebnis nicht ganz nachvollziehbar ist. Der Titel hatte im Halbfinale auf einem passablen fünften Platz gelegen und war so souverän ins Finale eingezogen. In den nächsten Tagen wird wohl wieder der Katzenjammer darüber beginnen, wie denn so ein schlechtes Abschneiden sein konnte. Man kann wohl schon Wetten abschließen, wieviele Geigen im nächstjährigen Vorentscheid vorkommen werden. Malena Ernman selbst sagt, dass sie zufrieden ist und das für sie nur eine Zwischenepisode war – ihr Hauptberuf ist schließlich Opernsängerin.

Schweden hat aus meiner Sicht kaum etwas falsch gemacht, sondern hat schlicht nicht den Geschmack der Zuschauer und Jurys getroffen. Hier kann es eigentlich nur einen Schluss geben: abhaken und nächstes Jahr wieder einen neuen Kandidaten suchen.

Mit Elin aus der Krise

hansbaer März 27th, 2009

elinlindberg

Schweden ist für viele Deutsche das gelobte Land, was Jobs angeht. Dieses Image hält sich so hartnäckig, dass sogar jetzt während der Krise viele noch glauben, in Schweden würden immer noch händeringend Arbeitskräfte gesucht.
Dass Schweden ein Interesse haben könnten, nach Deutschland zu kommen, ist offenkundig weniger naheliegend. Jedenfalls haben die Schwedische Handelskammer in Deutschland, die Firma mit dem wenig originellen Namen “Investor AB” und die Sprachenschule IS Internationella Skolorna eine Zusammenarbeit begonnen, in deren Rahmen Praktikanten aus Schweden nach Deutschland geschickt werden.

So hat Elin Lindberg, Teilnehmerin des Kurses “Deutsch in der Praxis”, ihre Stelle in Düsseldorf im Januar angetreten. Sie arbeitet dort an einem Online-Stellenmarkt, der Schweden in den deutschen Arbeitsmarkt vermitteln soll. Das ist der DN ein Interview wert (siehe oben). Elin sagt darin, dass die Deutschen ein sehr positives Schwedenbild haben – was zweifellos stimmt – und dass auf lange Sicht (also nach der Krise) ein ziemlicher Fachkräftemangel in Deutschland herrschen wird – was anzunehmenderweise auch stimmt.

Viele Männer werden sich, wenn sie das Foto von Elin gesehen habe, wohl sehr gerne von ihr vermitteln lassen. Frauen hoffentlich auch.

Alleine die leider unscheinbar auf der Seite platzierte Datenbank ist bisher dürftig ausgestattet. Nach Aushilfen für einen Frühstücksservice und den unvermeidlichen Leuten fürs Call-Center wird bislang gesucht.

Dass man um Schweden werben muss, zeigt die Diskrepanz in der gegenseitigen Wahrnehmung der beiden Länder. Daran wird sich hoffentlich etwas ändern, denn neben der schwedischen Mobilität würde davon wohl auch das Selbstbild der Deutschen profitieren.

Eine Brücke nach Schweden

hansbaer März 26th, 2009

Nun ist es absolut schlussendgültig (mit Brief und Siegel sowie einer Tüte Chips dazu) beschlossen: die Brücke über den Fehmarnbelt wird gebaut. Damit soll es ab 2018 möglich sein, mit dem Auto oder Zug ohne Fährfahrt in 2 Stunden von Deutschland bis nach Schweden durchzufahren, und zwar ohne den 160 km langen Umweg über den Storebaelt.

Die Ratifizierung des Staatsvertrags durch das dänische Parlament war hierfür der letzte Schritt. Zuvor hatten schon der deutsche Bundestag und der Bundesrat ihre Zustimmung zu dem im September 2008 unterzeichneten Vertrag gegeben.

Vorausgegangen waren jahrelange Verhandlungen. Deutschland hat sich dabei ziemlich praktisch aus der Affäre gezogen: den Bau der Brücke überlässt man praktisch komplett der dänischen Seite, während man selbst nur die Autobahn nach Fehmarn bauen wird.

Kritik an dem Projekt gibt es durchaus. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern stimmte als einzige im Bundesrat dagegen – offiziell, weil sie Subventionen unfair verteilt sah. Weniger offiziell allerdings mehr deswegen, weil sie lieber eine Brücke von Rostock nach Gedser gehabt hätte und damit die wirtschaftlich wichtige Strecke durch ihr Bundesland gelaufen wäre.
Umweltschützer warnen vor ökologischen Risiken. Neben dem NABU ist auch Greenpeace sehr kritisch, u.a. weil die dort lebenden Schweinswale bedroht seien.

Die deutsche Politik maß dem offenbar wenig Bedeutung zu. Selbst den Grünen scheint das Geld näher gewesen zu sein als die ökologischen Folgen. Mittlerweile hat die Bundesregierung den Vertrag als Gesetzesentwurf vorgelegt, so dass er bald auch als Teil der Bundesgesetzgebung verabschiedet werden kann.
Auch in der dänischen Politik griffen die Argumente der Gegner anscheinend wenig: es gab 104 Stimmen dafür, aber nur drei dagegen.

Das spiegelt ungefähr auch mein Meinungsbild wider. Vielleicht bin ich da einfach etwas zu wenig naturverbunden veranlagt, aber die ökologischen Bedenken gehen mir kaum nahe.
Umso begeisterter bin ich jedoch von den Aussichten auf eine Brücke. Gerne wird vorgebracht, dass es doch so schön sei, wenn man im Urlaub einen Zwischenstopp hätte und etwas Schiff fahren darf. Auf manche Urlauber mag das zutreffen, aber weder Dänemark noch Schweden oder Norwegen leben vom Tourismus. Er macht gerade einmal 3% der schwedischen Wirtschaft aus, und das ist viel zu wenig, als dass die Überfahrt alleine der schönen Urlaubsreise wegen erhaltenswert wäre.

Zudem kann ich gerne darauf verzichten, wenn ich sehe, wie praktisch die Öresund-Brücke ist. Dort stoppt man im Idealfall für weniger als eine Minute, und schon ist man wieder unterwegs. Bei der Fähre Puttgarden-Rödby steht man, wenn man Pech hat, ewig lang in der Schlange, bis man aufs Schiff darf, und selbst wenn man sofort hinein darf, so ist mit Be- und Entladen letztendlich doch eine ganze Stunde weg.

Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen für den Güterverkehr (und damit die skandinavische Wirtschaft) ist die Sache aber auch aus Sicht des Personenverkehrs in der Bahn interessant. Der schnellste ICE von Hamburg nach Kopenhagen braucht derzeit 4:43 Stunden, wovon alleine 55 Minuten für die Strecke Puttgarden-Rödby veranschlagt sind. 40 Minuten Einsparpotenzial sind da problemlos drin.
Ich erhoffe mir ja immer noch einen direkten Nachtzug nach Deutschland – allerdings muss ich da wohl annehmen, dass dies weniger an einer Brücke sondern mehr an der Unfähigkeit (oder auch Unwilligkeit) der Bahn besteht, mit dem Flugzeug zu konkurrieren.

Inflation Schweden vs. Deutschland

hansbaer Februar 5th, 2009

inflation1

Thomas hat in seinem Blog derzeit eine Menge interessanter Einträge, darunter einen zur Weitergabe der Zinssenkung an die Bankkunden in Schweden.

Ich frage mich bei den ganzen Zinssenkungen immer, ob das denn nicht irgendwann auf die Inflation durchschlägt, wenn man den Markt mit Geld regelrecht flutet. Momentan sind auch alle einhellig der Meinung, dass das nicht wirklich das Problem ist. Da ist natürlich was dran.

Aus schwedischer Sicht ist die Inflation aber ein interessanter Punkt, denn die Krone hat im letzten halben Jahr so massiv an Wert verloren, dass sich das irgendwann bei den Preisen von Importgütern zeigen müsste. Die Frage ist, wie wichtig die Preisstabilität für die Schweden überhaupt ist.

Die Deutschen sind ja generell Preisfetischisten, was schon den unglaublichen Erfolg von Discountern wie Aldi und Lidl zeigt. Auch habe ich schon hitzige Diskussionen mit Leuten geführt, die meinen, der Euro sei ein Teuro, was nachweislich das größte Märchen des 21. Jahrhunderts ist. Insofern sind die Deutschen wohl auch recht inflationsempfindlich.

Was ich mich gefragt habe, ist, ob das auch auf die Schweden zutrifft, bzw. wieviel Inflation in der Vergangenheit erduldet werden musste. Dazu habe ich die obige Grafik erstellt.

Die deutschen Daten stammen vom Statistischen Bundesamt. Bis einschließlich 1991 habe ich die Daten aus der Entwicklung des Verbraucherpreisindex für Leute mit mittlerem Einkommen in Westdeutschland genommen. Ab 1992 dann habe ich die Daten aus dem Gesamtverbraucherpreisindex. Bei Schweden war die Sache etwas einfacher. Dazu konnte ich die Statistik des Statistiska Centralbyrån nehmen.

Wenn man sich das anschaut, kann man klar sagen: hätten die Deutschen in der Nachkriegszeit jemals eine solche Inflationsrate erlebt wie die Schweden in den 1970er und 1980er Jahren, würden sie heute noch jammern. Die Grafik zeigt auch sehr schön, dass die Inflation in den letzten 7 Jahren in beiden Ländern ähnlich niedrig war. Lediglich in den Jahren 2004 bis 2005 war die schwedische Inflation noch niedriger, wobei sich die Werte schon am Rande der Deflation bewegten.

SPIEGEL-Phänomene

hansbaer Januar 22nd, 2009

Nachdem mir Thomas gestern zwei Topthemen vor der Nase weggeschnappt hat, heute etwas ganz anderes. Irgendwie scheint mir der SPIEGEL momentan angesichts der Ereignisse in den USA so begeistert zu sein, dass er alles amerikanisch bebildern will.

So habe ich gerade das hier entdeckt:

Ausriss aus SPIEGEL-Artikel

Quelle: SPIEGEL Online

Interessant, dass ein Vorschlag der deutschen Bundesregierung mit einem Bild versehen wird, das allem Anschein nach in Amerika aufgenommen wurde – zumindest nach der Form der Schilder und der Modellauswahl zu urteilen. Vielleicht irre ich mich da aber. In jedem Fall wäre eine Reihe deutscher Autos passender gewesen.

Nicht minder verwirrend ist ein Countdown, der zwar schön herunterzählt, aber nicht für den recht vorhersehbaren Fall gerüstet ist, dass er auch mal vorbei sein wird.
bushende

Vielleicht ist das aber auch nur eine andere Art zu sagen, dass 8 Jahre Bush nun wirklich vorbei sind.

Nachtrag 14:18 Uhr: Dass dies ein deutscher Parkplatz sein soll, kann mir jetzt aber wirklich keiner mehr erzählen.

spiegel2

Quelle: SPIEGEL Online

Die totale Amerikanisierung Deutschlands

hansbaer November 9th, 2008

Wahlmännerverteilung bei der Präsidentschaftswahl 2005

Seit gestern lässt mich ein Gedanke nicht mehr los. Was wäre, wenn man in Deutschland das amerikanische Wahlsystem benutzen würden?

Der Bundeskanzler wäre unser Präsident, die Bundesländer wären Staaten, der Bundestag das Repräsentantenhaus und der Bunderat der Senat. Bayern wäre dann wohl ganz klar Texas, und würde immer republikanisch wählen, auch wenn die Partei dort sicher anders hieße (vielleicht Christian Social Republican Party). Der bayerische Gouverneur hätte dann schon zweimal versucht, Präsident zu werden, wäre aber gescheitert. Baden-Württemberg wäre dann wohl am ehesten Georgia: relativ bevölkerungsreich, ähnlich konsequent konservativ. Nordrhein-Westfalen wäre Kalifornien – eine demokratische Hochburg und nur in seltenen Ausnahmefällen zu knacken, wie 2005 bei der Wahl des Ex-Bodybuilders und Action-Schauspielers Jürgen Rüttgers zum Gouverneur.
Das Saarland wäre das New Hampshire Deutschlands: immer etwas eigenwillig. Zu Zeiten des Gouverneurs Lafontaine wählte man stramm demokratisch, dann wechselten die Wähler zu den Republikanern. Im Moment ist es sogar denkbar, dass Lafontaine, derzeit ein Minority Leader im Repräsentantenhaus und Hobbydemagoge, als Kandidat einer Third Party “The Left” wieder zurückkehrt.
Wer wäre das Ohio Deutschlands? Vielleicht Hessen, wo das republikanische political animal Roland Koch (gesprochen “Rowländ Kotsch”) sich einen Showdown mit der Demokratin Andrea Ypsilanti lieferte? Nicht zu unterschätzen ist aber auch Niedersachsen, wo man ab und an mal zu den Republikanern umschwenkt. Der dortige Gouverneur Wulff hat aber schon deutlich gemacht, dass er nicht gedenkt, für die Präsidentschaft zu kandidieren.

Wie wäre aber die Wahl 2005 ausgegangen, wenn Deutschland nach amerikanischen System wählen würde? Wer würde in dem herrschaftlichen Amtssitz, den man ehrfurchtsvoll “The Washing Machine” nennt, residieren?

Das Wahlmännerkollegium hätte dann natürlich so viele Mitglieder, wie die jeweiligen Staaten an Vertretern im Kongress haben – also die zwei Senatoren plus alle Abgeordneten im Repräsentantenhaus. Letzteres hat bekanntermaßen 598 Mitglieder. Die Verteilung lässt sich nach dem Huntington-Hill-Verfahren berechnen (Ergebnis siehe Karte).

Hier also das hochoffizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahl:

Kandidat / Vize Partei Wahlmännerstimmen
Gerhard Schröder / Joschka Fischer German Social Democratic Congress, Green Party 384
Angela Merkel / Guido Westerwelle Christian Republican Union (alle außer Bayern), Christian Social Republican Party (Bayern), Tax Reduction and Free Market Party 246
Oskar Lafontaine / Lothar Bisky The Left, Concrete Communist Party 0

2005 war also ein klarer Sieg für die Demokraten. Neben den traditionellen Hochburgen Bayern und Baden-Württemberg konnten sich die Republikaner nur Sachsen, das Saarland und Rheinland-Pfalz sichern. Letzteres war dabei eine Überraschung, den der Staat des beliebten Gouverneurs Curt Back war nicht zu den Swing States gezählt worden.
Leider hatte man bei den Demokraten übersehen, dass Schröder gar kein drittes Mal kandidieren darf, was gegen die Verfassung ist. Daher wurde trotzdem Merkel gewählt, die sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut.
Ein solcher Fehler soll den Demokraten nicht noch einmal unterlaufen. Daher hat man schon vor den Vorwahlen den hoffnungsvollen Kandidaten Frank-Walter Stonemeyer lanciert.

Bleibt nur abzuwarten, was die Wähler dazu sagen werden.

In den Nachrichten

hansbaer Oktober 14th, 2008

Heute morgen fielen mir schon zwei Artikel in der Zeitung auf. Jetzt ist noch ein drittes Thema des Tages dazu gekommen, was die beiden natürlich überstrahlt.

  • Zum Verfahren über die Morde von Arboga ist eigentlich alles gesagt. Heute wurde das endgültige Urteil gesprochen: die deutsche Studentin Christine S. wurde heute wegen zweifachen Mordes und Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt. Danach wird sie auf Lebenszeit aus Schweden ausgewiesen. Weiterhin muss sie 457.829 schwedische Kronen Schadensersatz an die Mutter bezahlen, und weitere 131.329 Kronen an die übrigen Kläger. Da Deutschland ein Abkommen nicht unterzeichnet hat, das die Überführung eines Verurteilten gegen seinen Willen in sein Heimatland erlaubt, kann man sie nicht zwingen, ihre Strafe in Deutschland zu verbüßen. Das wird sie auch nicht wollen, denn sie hat ja Berufung eingelegt. Allerdings scheint noch nicht bekannt zu sein, wann sich die höheren Instanzen mit dem Fall beschäftigen werden.
  • Um einen harten Schwenk ins Amüsante zu machen: in echt schwedischer Manier gibt es Aufrufe, Ryanair zu boykottieren. Wer jetzt erwartet, dahinter stecke die fast schon dreiste Art, Preise zu verschleiern und einem “Zusatzleistungen” anzudrehen, der liegt falsch. Der schwedische Werberat fand nämlich eine Werbung von Ryanair sexistisch, bei der ein leicht bekleidetes Mädchen für tolle Preise zum Schulanfang warb. Dieses Schwerverbrechen gegen die Gleichberechtigung wird aber noch dadurch verschärft, dass Ryanair seine Missetat nicht einmal einsieht. Sie nennen den Werberat einen “Spielverderber” und verkündet auf der Homepage, auch “künftig das Recht der schwedischen Frauen zu verteidigen, die leicht bekleidet sein möchten.”. Was wieder einmal beweist, dass die Ryanair-Chefetage nicht nur derben Humor mag, sondern sich auch immer wieder gerne als politische Partei geriert, wenn es dazu dient, mehr Flugtickets zu verhökern. Birgitta Ohlsson, Abgeordnete der der liberalen Volkspartei, findet das jedenfalls so skandalös, dass sie zum Boykott aufruft. Was Birgitta nicht begreift: genau solche Publicity will Ryanair haben. Sich darüber aufzuregen bringt nichts. Im Übrigen ist diese Werbung auch eine Ausnahme – es ist ja nicht so, dass Ryanair öfters sexistische Reklame einsetzen würde. Und die hehren Absichten der Birgitta möchte ich ehrlich gesagt auch bestreiten, denn wenn man es mit so einem Käse in die Zeitungen schafft, dann ist das wohl auch nicht ganz uneigennützig.
  • Jan Lewenhagen, Korrespondent der DN in Berlin, schrieb heute morgen über Bo Lundgren. Diese ist Chef der Riksgälden, einer Art Verwaltungsbehörde für die Staatsschulden Schwedens. Bo war im ZDF groß präsentiert, was Lewenhagen dazu veranlasste, ihn zu einem künftigen schwedischen Markenzeichen für die Deutschen zu erklären. In einer Reihe mit Pippi Langstrumpf und IKEA. Leider ist der Artikel nicht online, aber ich vernahm in dem Unterton, dass das wohl nicht ganz so ernst gemeint ist. Hoffentlich.

Inga Lindström in Schweden

hansbaer September 17th, 2008

Eine der abstrusesten Absurditäten des deutschen Fernsehens wird nun auch nach Schweden kommen: Inga Lindström. Unter diesem Label laufen bekanntermaßen schon lange Filme im ZDF, die zwar in Schweden gedreht wurden, aber sonst rein gar nichts mit Schweden zu tun haben. Die Drehbuchautorin Christiane Sadlo, eine gebürtige Schwäbin, hat damit einen vollen Erfolg gelandet, aber den Deutschen kann man ja immer mit drei Elchen und einer blonden Frau ein bisschen Schweden vormachen.

Das staatliche Fernsehen SVT zeigt am 25. Oktober zwei Folgen dieser gefühlsduseligen Machwerke – ich bin gespannt, ob es irgendwelche Reaktionen darauf geben wird. Das Svenska Dagbladet hat jedenfalls schon einmal angemerkt, dass die Begrüßungs- und Abschiedsfloskeln “Hej” und “Hej då” einfach mal zwischendrin eingeworfen werden.

In den Kommentaren zum Artikel meint Tobbe Y, dass man für soviel kostenloses Marketing dankbar sein müsse. Die Kommentarin “Cassandra” schreibt dazu:

Lieber Gott!

Huga!

Na dann mal abwarten, was für Gefühlsregungen sonst noch zu erwarten sind.

¡Viva España!

hansbaer Juni 30th, 2008

Tja, was soll man sagen. Die Spanier waren besser, wir schlechter – so einfach ist das. Es sei den Spaniern herzlich gegönnt, denn sie haben das klar bessere Turnier gespielt.

Wir schauten uns das Spiel im Kungsträdgården an, wo TV4 die große EM-Party veranstaltete. Dieses Video kann nur bedingt zeigen, dass auch wirklich etwas los war. In der Tat konnte man sich zum Schluss hin nur noch schlecht bewegen.

Mit den Schlangen an den Bierständen und Dixi-Klos in Berlin kann das freilich noch lange nicht mithalten, aber das ist mir auch lieber so. Bemerkenswert ist jedenfalls die rege Beteiligung. Ich hatte nicht erwartet, dass es derart viele Spanier in Stockholm gibt, insbesondere weil die Saison für Austauschstudenten schon vorbei ist. Es gab auch allerlei einheimische Unterstützung für beide Teams. So merkte man an den Gesprächen, dass viele Deutschland-Fans hier in Stockholm leben. Neben uns stand eine Gruppe von Schülern, die offenbar auf die deutsche Schule gehen.

Die Stimmung war gut – auch nach der 33. Minute. Allerdings kam auch ganz schnell die urdeutsche Haltung auf, das Glas generell halbleer zu sehen. Da war es Poldi, der keinen Pass zustande brachte, Ballack, der nur daneben schoss, usw. – die Begeisterung dafür, dass man nach einer Schwächephase wieder voll da war und einen Topfavoriten wie Portugal souverän aus dem Turnier kicken konnte, war schnell verflogen. Man hätte aber glauben können, Erich Ribbeck wäre über Nacht zurückgekehrt und der Rückfall in die schlimmsten Zeiten des Rumpelfußballs und der Arbeitssiege geschehen.
Trotz dieser Misstöne: dass Horden von Deutschen und Deutschlandsympathisanten sich voll kostümiert weit weg von der Heimat in einen Park stellen und mitfiebern, hätte es vor vier Jahren noch nicht gegeben. Da will man mal über solche Misstöne hinwegsehen.

Fortsetzung folgt in 2010…

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