Kurz vor 7 – der Zug fährt vorbei, der Bagger baggert, mein Computer ist am Arsch. Erstere beide Dinge würden mich weniger stören, letzteres ist allerdings weniger gut – schließlich habe ich die Maschine 1700 km weit mitgenommen.

Es begrüßt mich freundlich dieser Bildschirm:
XP kaputt

Da kommt Freude auf. Ich erstelle mit dem Laptop aus einem SP1-Image und einer SP2-Update-CD eine neue Installations-CD für Windows mit SP2. Und siehe da, die Reparatur des Setups funktioniert sogar. Allerdings bleibe ich beim Product Key hängen. Den habe ich natürlich mal wieder nicht da.
Um den Reigen zotiger Sprichwörter fortzusetzen: Die Axt im Haus erspart den Zimmermann. Auf einer äußerst unseriösen Seite, die mir alle 2 Sekunden einen Virus unterjubeln will, finde ich doch tatsächlich eine. Ich werde mir wohl noch eine von der Uni besorgen, damit ich mit einer Studentenlizenz unterwegs bin. Hauptsache, es tut sich wieder etwas. Während ich dies schreibe, läuft gerade CHKDSK durch.

Es ist also Zeit, andere Dinge zu erzählen. Ich habe gestern eine Reihe Masterstudenten kennengelernt und sogar an der Einführungsveranstaltung für Masterstudenten teilgenommen: viel kleiner als die für die Austauschstudenten, und v.a. von der Stimmung her eine Beerdigung.
Es wird schnell internationaler. Neben Ruben aus Mexiko, Dave aus Australien habe ich die Amerikaner Josh und Nicole kennengelernt. Auch mit einem Griechen, dessen Namen ich nicht mitbekommen habe, habe ich gesprochen. Nach meiner Rückkehr zum Container möchte ich einkaufen gehen. Oana von meinem Flur ist nicht da, Uana von oben hat schon eingekauft. Stattdessen nehme ich zwei lustige Chinesen mit, die Nudeln und Milch (der eine 8 Liter auf einmal) in rauen Mengen kaufen.

Mittlerweile fährt das System hoch. Es waren ein paar Dateien kaputt – NTFS ist auch nicht alles. Ich sehe Bildschirme, die ich noch nie zuvor gesehen habe (glaube ich). Wenn das klappt, bin ich wirklich überrascht – XP ist zwar ein recht gutes System, aber die Reparatur ging sonst nie.

Oh, ein hüpfendes Fragezeichen sagt „ich kann Ihnen helfen“ – das wage ich zu bezweifeln. Auf das Registrieren verzichte ich mal.

Faszinierend – es sieht genauso aus wie vorher. Wahrscheinlich muss ich nur noch die Onboard-Soundkarte nachinstallieren und alles ist gut.

Ich habe die Herrschaften aus Redmond in der Hinsicht wohl etwas unterschätzt. Das sieht ja schon ganz passabel aus. Nena sang einst „Wunder geschehen, ich hab’s gesehen“- bei ihr wohl eher nach etwas weißem Pulver, das lustig macht.

Puh, ich falle bei jedem Soundeffekt fast vom Stuhl. Offenbar hat es den Soundtreiber zerschossen, wodurch mir jetzt jedesmal die volle Lautstärke um die Ohren schlägt. Glücklicherweise habe ich den Treiber irgendwo auf der Festplatte. Ich suche nämlich jedes Mal, welche Soundkarte ich denn genau habe.

Neustart, sieht gut aus – puh – dann kann ich ja noch eine Weile hinliegen 🙂