Gestern abend war das Licht eine Stunde aus. Und der Computer. Und der Fernseher. Unsere Kommune Värmdö nahm auch teil, so dass unsere Vermieter im Vorfeld per Zettel an der Tür darauf hingewiesen hatten.

Auch wenn Dinner beim Kerzenschein etwas schönes ist, wird einem doch bewusst, wie albern die Earth Hour eigentlich war. Seit Wochen wurde in Schweden dafür getrommelt, und letzten Endes brennt das Flutlicht am Parkplatz trotzdem. Die Nachbarn machen zwar das Licht aus, schauen aber fern – was zeigt, dass sie den Sinn der Aktion nicht verstanden haben.

Den Sinn kann man ohnehin bezweifeln. Es ist eine dieser Aktionen, bei denen alle gerne mitmachen, weil es nicht weh tut und gut aussieht. Aus demselben Grund sponsern Firmen mit Begeisterung den Christopher Street Day oder Europride, um zu zeigen, wie tolerant und modern sie doch sind.

Erreicht wird freilich weniger als erhofft, aber mehr als nichts. Daher ist es irgendwo auch schade, dass Deutschland die Aktion praktisch vollständig ignoriert hat.