Am Ende der Schau kommt das Ende der Plakate. Die Vandalen haben es über die Jahre nicht einfach – seit ihr Reich vor rund 1500 Jahren den Bach hinunterging, kreidet man ihnen allerlei Beschädigungen im öfentlichen Raum an.

In diesem Fall hier kann man die Schuldigen aber erahnen.

Nur eine Arbeiterpartei kann Jobs besorgen - Schwedens einzige Arbeiterpartei
Nur eine Arbeiterpartei kann Jobs besorgen - Schwedens einzige Arbeiterpartei

Die Hitlerbärte finden sich in der ganzen Stadt. Da muss jemand also viel Zeit aufgewendet haben. Außerdem wurden ausschließlich Plakate der bürgerlichen Koalition beschädigt.

Stockholms Finanzbürgermeister (und damit eigentlicher Bürgermeister) Sten Nordin

Solche Aufkleber finden sich auch vielerorts, und nicht wenige davon nennen auch Namen: Die Ungsocialisterna, also die Jugendorganisation „Jungsozialisten“, die aber in Schweden nicht etwa den Sozialdemokraten oder der Linkspartei zuzuordnen sind, sondern der weitaus linkeren und radikaleren Splittergruppe „Sozialistische Partei“, ihres Zeichens Mitglied der Vierten Internationale und trotzkistisch ausgerichtet.

Nun muss das eine mit dem anderen nichts zu tun haben – aber angesichts der Auswahl der beschädigten Plakate ist klar, was die Intention war. Hitlerbärte anzumalen zeugt in jedem Fall von wenig Demokratieverständnis. Es ist einfach nur Idiotie, anzunehmen, man könne damit auch nur eine einzige Stimme gewinnen. Mittlerweile wurden auch zahlreiche Plakate erneuert.

Es gibt aber auch ein bisschen intelligenteren Vadndalismus, z.B. den hier.

Kannst du dir einen rot-grünen Wahlsieg leisten? Absolut!

Nur folgende Anweisung sollte man nicht befolgen.

Wähle nicht!
Wähle nicht!