Das Wochenende nach meiner ersten „Arbeitswoche“. Ich bin zwar noch kein Doktorand, aber habe beschlossen, kündtig zu den normalen Bürozeiten in mein künftiges Büro zu fahren, um dort durch Anwesenheit zu glänzen und hoffentlich etwas effektiver zu studieren als hier. Der Output in dieser Woche war zwar dünn, aber immerhin habe ich es geschafft, das Protokoll für unseren Labortrip im letzten November fertig zu machen. Über Details lasse ich mich lieber nicht aus – die Nachbereitung dieses Praktikums war u.a. davon geprägt, dass einer meiner pakistanischen Mitstreiter spurlos verschwunden ist.

Gestern also ein freier Tag, den ich dazu nutzen wollte, vor dem Halbmarathon nächste Woche einen Testlauf über rund 15 km zu versuchen. Andreas war auch mit dabei, und obwohl ich zum Ende hin schon ziemlich fertig war, ging es die ersten 12 bis 13 km ziemlich gut. Nach 15,2 km war dann aber auch genug. Erfahrungsgemäß ist das aber ein gutes Zeichen. Wenn ich 15 km im Training schaffe, dürften 21 km beim Wettkampf auch kein Problem sein.

Andreas lud mich spontan zum Krebsessen ein, und nachdem ich zuerst wegen des Radios abgesagt hatte, konnte ich doch noch kommen.
Hier in Schweden zelebriert man die Krebssaison im frühen Herbst in einer sogenannten Kräftskiva. Das funktioniert grob so, dass sich mindestens ein Dutzend Leute um einen Tisch versammeln und allerlei Dinge verzehren – wichtig ist vor allem, dass Kräftor (Krebse) und Snaps (Schnaps) dabei sind.
Meine Kräftskiva fiel deutlcih kleiner aus: wir waren nur zu zweit, und da das Vorderrad an meinem Fahrrad ein kaputtes Ventil hatte, war das dann mit dem Schnaps auch vorbei. Lecker war es trotzdem.

Heute abend werde ich dann beim Nachtverkauf einer Fahrradladenkette mal nach einem neuen Fahrrad stöbern, denn mein Zweirad ist mittlerweile nur noch eine Zumutung.