Der SPIEGEL wartete heute mit einem Artikel über das Ende von „Att vara Alex Schulman“ („Alex Schulman zu sein“) auf. Es handelte sich dabei um Schwedens vermeintlich populärstes Blog. Zwar habe ich es mir nie zu Gemüte geführt, aber die Reaktionen auf die dort veröffentlichen Texte blieben auch mir nicht verborgen. Rainer kritisierte die verschiedenen Blogs der Familie Schulman vor allem wegen ihrer Ignoranz, Sexismus und Snobismus. Im SPIEGEL-Bericht werden vor allem die ganzen Stänkereien gegen alles und jeden erwähnt. Zu den „Highlights“ gehörten u.a. die pauschale Beleidigung des Dialekts im südschwedischen Schonen, was sogar auf Ministerebene diskutiert wurde. Alles ziemlich unsympathisch, was es da so zu lesen gab.

Irgendwie passt es aber auch zu den Schweden, dass in einer auf Gleichheit und Toleranz bedachten Gesellschaft die Faszination für solche asoziale Ausfälle besonders groß ist.

Nun ist es aber aus – Schulman hat die Einstellung des Blogs angekündigt und gibt sich als reuiger Sünder, der das ja alles gar nicht so gewollt habe. Ob das der Wahrheit anspricht, kann zumindest bezweifelt werden.
Das Satiremagazin Faktumé vermeldete jedenfalls, dass nun durch die Einstellung des Blogs soviel Arbeitszeit in Schwedens Büros frei werde, dass die Produktivität steige und somit viele Mitarbeiter nicht mehr benötigt würde. Eine steigende Arbeitslosigkeit sei die zu erwartende Folge.

Da ist wohl mehr dran, als man zunächst meinen könnte.