Kein neuerlich weinerlicher Beitrag über die eigene Form. Stattdessen die Fakten, die für sich sprechen:

Zwischenzeiten meines Laufs (Ausriss: midnattsloppet.com)

Macht den Platz 9507 von 10404 Läufern.

Unterirdisch, das Ganze. Es muss sich echt etwas ändern.

Es lag natürlich zu Teilen am Wetter – es war schwül, was die Sache nicht erleichterte. Zudem hatte man (mal wieder) die Strecke umgestellt. Zwar war der Ablauf besser mit wenigen gefährlichen Ecken, aber dafür schienen die Anstiege noch härter als im Vorjahr, vor allem bei Kilometer 5 zur Sofia Kyrka hoch. Alles aber keine wirkliche Entschuldigung. Man sieht deutlich, dass ich nach einem passablen ersten Viertel massiv einbreche. Meine Leistungsfähigkeit ist offenkundig nur noch ein Bruchteil dessen, was ich vor 2 Jahren konnte. Eigentlich bin ich ein Berghase, der gerade beim Anstieg nie geht. Dieses Mal war das anders. Den Stockholm Halbmarathon habe ich schon für mich abgesagt. Das hat so keinen Zweck. Ich konzentriere mich stattdessen auf Hässelby und Åland.

Wenn es nach Leuten wie dem Zeitgenossen hier geht, müsste ich den Bettel hinwerfen und die nächsten 50 Jahre im Elend dahinsiechen. Werde ich aber nicht.

Nachtrag: Wie ich gerade lese, sind gestern beim Midnattsloppet zwei Männer umgekommen. Ein 50-jähriger kollabierte beim Anstieg an der Sofia Kyrka und verstarb kam schon tot im Södersjukhuset (Krankenhaus auf Södermalm) an. Ein 26-jähriger schaffte es im Ziel, kollabierte aber dort dann und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Ich erinnere mich, dass kurz nach meinem Zieleinlauf ein Krankenwagen durch die Menge musste. Auch er verstarb im Krankenhaus. Er wurde ins Kaolinska Sjukhus gebracht und verstarb dort. Mein Beileid den Angehörigen.