Ach ja, da war das noch was. Dieser Beitrag lümmelt nun ganz unverschämt ein halbes Jahr lang in den Entwürfen herum. Zeit, ihn vom Stapel zu lassen.

Die älteren Leser werden sich daran erinnern, dass ich über Weihnachten und Neujahr in Tansania war. Begonnen hatte das kleine Abenteuer mit einer Reise über Addis Abbeba zum Kilimandscharo Airport nahe der Stadt Moschi, ganz im Norden des Landes. Nach einem Tag im Ngorongoro-Krater waren wir im Serengeti-Nationalpark angekommen.

Der zweite Tag nun sollte das Highlight werden. Mein Geburtstagsgeschenk zum 30. war nämlich ein Ballonflug in der Serengeti, wie ich kurz zuvor erfahren durfte. Es war nicht mein erster Ballonflug, aber natürlich der erste in einer so außergewöhnlichen Umgebung.

Man darf äußert früh aufstehen – kurz nach 5 – und wird dann mit dem Jeep abgeholt. Unser Pilot war Kanadier und ein ehemaliger Immobilienmakler, der sich nach einem anderen Büro sehnte. Der Korb war für bis zu 16 Personen angelegt, wobei jedes Fach zwei Personen fasst. Wir erhielten Anweisungen: jeder bekam eines der Fächer zugewiesen. Der Korb lag und man sollte in das Fach hineinsteigen und sich auf den Rücken legen. Die Beine waren angewinkelt, was aber nicht weiter schwer war, da es eine entsprechende Stufe im Boden des Korbs gab. Der Korb richtete sich auf, und auf Anweisung durften wir uns umschauen. Was es zu sehen gab, kann man oben in der Galerie erahnen.

Nach der Landung gab es nach Ballonfahrertradition Sekt.
Die Fahrt kostet anscheinend so um die 500 US-Dollar, wenn man ihn vor Ort bucht. Eine Menge Holz, aber empfehlenswert. Die Krönung war freilich das Frühstück danach: ein langer Frühstückstisch war unter einem Akazienbaum aufgebaut worden. Das Personal war in alten Kostümen verkleidet und servierte uns englisches Frühstück. Die sanitären Anlagen waren hervorragend: das Waschbecken war aus Metall, das (warme) Wasser kam aus einer Karaffe, die einer der Bediensteten hielt. Das Beste war freilich die Toilette „Loo with a view“: drei Stellwände und in der Mitte eine Kloschüssel. Setzte man sich darauf, hatte man einen hervorragenden Blick auf die Landschaft.

Der Tag ging weiter mit einer (immer noch) frühmorgendlichen Tour durch den Park. Das ist anscheinend eine der besten Zeiten des Tages, denn die Nilpferde sind am frühen Morgen noch nicht wieder im Wasser. Nebenbei konnten wir auch zwei Löwinnen beim Frühstück sehen und einen Geparden sich vor uns wälzen. Volle Ausbeute sozusagen.

Wenn ich das Tempo weiterhin so hoch halte, kommt der Rest der Safari dann irgendwann im Herbst.