Wie angekündigt war gestern abend Konzert angesagt. Kritische Geister werden anmerken, dass man nicht unbedingt zu einem Nelly Furtado-Konzert müsse. Das mag stimmen, aber aus deutscher Sicht stellt sich die Sache auch etwas anders dar, da man, wie mir berichtet wurde, dort 90 € für eine Karte berappen musste. Ich kam mit schlappen 35 € davon.

Erst dachten wir, die Veranstaltungshalle Hovet im Süden Stockholms wird gar nicht voll. Die Schweden sind aber recht schlau und wissen, dass man zu Beginn erst einmal mit einer Stunde Wartezeit abgespeist wird. Also kamen sie einfach dementsprechend später.

Saukrates on the stage in Stockholm

Klar zu erkennen: Saukrates rockt die Halle

Eine Vorband gab es auch noch: der HipHopper „Saukrates“ beglückte die Halle mit seiner Musik – dieses Verb verbietet sich in dem Fall nicht, weil die Musik in den Pausen derart schlecht war, dass man Agressionen bekam. Es war so eine komische House-Lounge-Musik, die aber derart monoton daher kam, dass man das bald nicht mehr anhören wollte.

Saukrates war übrigens einer der Drummer Furtados, was sich später dann herausstellen sollte. Geige spielen kann er auch, so dass er mehr auf dem Kasten hat als so manch anderer seiner Zunft. Ich würde ihm nur eine Namensänderung raten – mit Saukrates kommt man in Deutschland nicht so weit.

Nelly Furtado Concert Stockholm

Im Vordergrund: Nelly Furtado

Um 20:30 Uhr ging es dann los – die Setlist bestand fast nur aus bekannten Titeln, wobei sie sogar auf Disco-Klassiker und derlei zurückgriff. Die Qualität war teilweise derart gut, dass man sich fragen musste, ob es sich Playback handelt.

Crazy

Sie hatte sich auch vorbereitet und wusste, dass man in Europa weiß, was Fußball ist. Dementsprechend bei „Forca“ flogen auch ein paar Fußbälle (bzw. eher Wasserbälle mit Fußballaufdruck) ins Publikum.

Insgesamt eine überzeugende Vorstellung, wenn auch natürlich von vorne bis hinten durchchoreographiert. (Meine treuen Leser werden merken, dass ich ein äußerst uninspirierter Konzert-Rezensent bin)