Etwas verspätet der Kurzbericht zum Stockholm Marathon 2011: wir hatten immerhin drei Leute zum Anfeuern, was uns dazu bewog, erstmals dem ganzen Marathon beizuwohnen. Da ich vor zwei Jahren bei jeglichen Erspähversuchen scheiterte, weil das Feld einfach zu dicht war, stellten wir uns an den Norr Mälarstrand kurz vor Kilometer 10. Dort sahen wir dann immerhin Andreas.

Man fragt sich, wie man früher Leute in diesem Gewirr fand ohne die lustigen Hilfsmittel der live übertragenen Zwischendaten im Internet. Man hat vielleicht eine Sekunde, um die Kamera anzusetzen, und kann froh sein, wenn der Angefeuerte einen auch sieht.

Wir wechselten zum Nybroplan, wo sich Kilometer 29 befand. Andreas sah uns zuerst, Helena konnte uns wegen Ohrenstöpseln nicht hören – ehrlich gesagt ist es mir bis heute ein Rätsel, wieso sich jemand mit Musik auf einen öffentlichen Lauf begibt. Die ganze Atmosphäre ist Teil des Erlebnisses, und wenn ich mich dagegen abschotten will, dann kann ich auch alleine im Wald laufen. Während wir auf Nicole warteten, stellte sich neben uns eine Dixieland-Kapelle, die alte Gassenhauer wie „It’s a long way to Tipperary“ spielten. Angemessene Unterhaltung also, könnte man sagen. Nicole flog an uns vorbei und konnte uns dann dank lauten Rufens sozusagen noch im Rückspiegel wahrnehmen.

Am Ziel waren wir weniger erfolgreich. Andreas war schon im Ziel, als wir ankamen, und Nicole verpassten wir ganz. Die Rosen – das Stück für 60 kr (!) – die wir am Ausgang überreichen wollten, mussten noch eine Weile warten. Festzuhalten bleibt aber in jedem Fall, dass die drei sich heldenhaft mit Bestzeiten geschlagen haben. Gratulation!

Und, needless to say: ich würde auch gerne mal wieder – dazu müsste man aber sowas machen, das der Fachmann Training nennt.