Schweden atmet auf: die größte Vermisstensuche der letzten Wochen konnte mit einem Erfolg beendet werden. Der Vermisste ist wohlauf.

Der Tatort: die Hantverkargatan auf Kungsholmen, in violett markiert (Karte: OpenStretMap, CC-BY-SA)

Der Fall hat aus einem besonderem Grund weltweite Aufmerksamkeit erregt: der Vermisste war niemand anderes als der Teddybär der einjährigen Tyra Blomqvist. Sie hatte ihn irgendwo auf der Hantverkargatan im Stadtteil Kungsholmen verloren. Daraufhin hängten die Eltern Poster auf, um ihn wiederzufinden.

Soweit, so unspektakulär. Erst als ein Polizist den Vermisstenfall auf der Facebookseite der Stockholmer Polizei veröffentlichte, wurde daraus eine große Geschichte. Die Sache wurde viral und landete u.a. in der Huffington Post.

Die kleine Tyra hat ihren Teddybär zurück (Foto: Polisen Södermalm)

Natürlich gab es auch Kritik an der Polizei Södermalm. Hat man denn nichts besseres zu tun? Die Polizei konterte souverän: der betreffende Beamte habe die Anzeige in seiner Freizeit geschrieben, und wenn man mit so wenig Aufwand um die 40.000 Menschen erreicht, dann sei das doch eine gute Prioritätensetzung.

Gestern abend dann die erlösende Nachricht: der Teddybär ist wiedergefunden worden und wurde von der Polizei zurückgebracht. Die Suchleitung bedankt sich und wünscht allen Beteiligten einen schönen Sommer. Herrlich.

An der Geschichte erkennt man ohne Schwierigkeiten: in Schweden ist derzeit nicht viel los. Es ist Sommer und das ganze Land in Urlaub. Im Winter wäre wohl für so eine herzerwärmende Posse keine Zeit gewesen. Schade eigentlich.