Man braucht keine Statistik vorlegen, wieviel Zeit der Durchschnittsschwede oder der Durchschnittssdeutsche vor der Glotze verbringt. Es sind viele Stunden im Monat bei den allermeisten. Beim Radio ist es soviel anders nicht. Wir alle konsumieren diese Medien und erwartet ihre allgemeine Verfügbarkeit. Mit einem Umzug in ein anderes Land stellt sich aber schnell die Frage, welche Spielregeln gelten, was es gibt und wie man daran kommt. Und ganz nebenbei will man sicher auch wissen, wie man an Fernsehprogramme der alten Heimat kommt.

Radiotjänst – die schwedische GEZ

Weil es nirgendwo anders hineinpassen würde, aber natürlich nicht außen vor bleiben kann, beginne ich hiermit. Ja, auch Schweden hat eine Rundfunkgebühr. Das System ist nicht zufällig dem (bisherigen) deutschen sehr ähnlich – auch hier ist der Zweck des Ganzen, eine Staatsferne zu garantieren, was bedingt, dass der Rundfunk nicht auf die Zuweisung von Haushaltsmitteln durch die Politik angewiesen sein darf. Die Behörde, die für diese Gebühr zuständig ist, heißt „Radiotjänst i Kiruna“, also wörtlich „Radiodienst in Kiruna“. Dass man diese Behörde ins nordschwedische Kiruna verfrachtet hat, ist vermutlich als Wirtschaftsförderung für eine strukturschwache Region zu werten. Ungewöhnlich ist aber, dass er Radiodienst heißt. Für Radiogeräte wird nämlich keine Gebühr erhoben.

Es wird ausschließlich eine Gebühr für Fernsehgeräte erhoben. Wie in Deutschland ist hierfür alleine der Besitz eines Fernsehgeräts ausschlaggebend, wozu auch mit TV-Karten ausgestattete Computer zählen. Ob man dieses Gerät nutzt und ob man überhaupt öffentlich-rechtliche Sender schaut, spielt keine Rolle. Die Gebühr beträgt 2076 kr im Jahr, was nach ungefähr 18,20 € im Monat entspricht (Stand Juli 2010). Sie ist also ähnlich hoch wie die deutsche Gebühr.

Es gibt aber auch einige Unterschiede:

  • Die Gebühr ist in erster Linie haushaltsbezogen. Es genügt also, wenn einer im Haushalt die Gebühr bezahlt. Dass z.B. der noch zu Hause wohnende Sohn beim ersten Einkommen zur Kasse gebeten wird, wird hier nicht passieren.
  • Es gibt umgekehrt aber auch keine Ausnahmen. Studenten und Sozialhilfeempfänger zahlen in jedem Fall die vollen Gebühren.
  • Der Radiotjänst bemüht sich um einen „netteren“ Anstrich als die GEZ. So haben sie eine viel beachtete Kampagne gefahren, wo sie sich bei all den Gebührenzahlern „bedanken“. Werbespots wie dieser mit gesungenem Dank für einzelne Zahler liefen eine Zeitlang:

    Das ist natürlich ein ziemlicher Kontrast zu den Schlechte-Gewissens-Kampagnen, die die GEZ in der Vergangenheit fuhr.

  • Der Kontakt mit dem Radiotjänst ist daher auch etwas verbindlicher als mit den vielgescholtenen Gebührenbeauftragten der GEZ. Zwar wird auch seitens des Radiotjänst gesagt, dass es Hausbesuche geben kann und man auch mit Peilgeräten unterwegs sei. Wie oft das aber wirklich gemacht wird, weiß ich nicht. Ich hatte bislang nur in Form von Briefen und Telefonanrufen mit der Behörde Kontakt. Durch das öffentlich zugängliche Einwohnermelderegister Schwedens und den geringen Anteil von TV-freien Haushalten dürfte es wohl auch relativ unproblematisch sein, potenzielle Schwarzseher herauszufiltern.
  • Bei aller Freundlichkeit sollte man sich aber vergegenwärtigen, dass das kein Spaß und keine freiwillige Leistung ist. Die Anmeldepflicht muss spätestens 15 Tage nach Erwerb des Geräts erfüllt werden.. Ich habe immer mal wieder gehört, Fernsehhändler seien dazu verpflichtet, den Käufer eines TV-Gerätes an den Radiotjänst zu melden. Mittlerweile habe ich aber auch Gegenteiliges gehört. Das Gesetz sagt nur, dass beim „berufsmäßigen Überlassen“ und bei der Vermietung im Einzelhandel gemeldet werden muss. Leider muss ich bei diesem Juristenschwedisch passen.
  • Schwarzsehen ist übrigens strafbar und kann mit Geldstrafen belegt werden. Ganz so harmlos ist das alles also nicht. Die Verjährungsfrist beträgt zwei Jahre. In der 2006 angetretenen Regierung kamen zwei Minister in schwere Erklärungsnöte. Die Kulturministerin Cecilia Stegö Chilò, zu deren Ressort auch der Rundfunk gehört, musste schon nach wenigen Tagen ihren Hut nehmen.

Daher kann man nur sagen: Zahlen erspart einem nicht nur viel Ärger. Es trägt auch zum Erhalt eines unabhängigen Rundfunks bei.

Das Fernsehangebot in Schweden: Öffentlich-rechtliche Sender

Womit wir auch schon einmal dabei wären, was dieser Rundfunk zu bieten hat. Er ist in drei Sparten aufgeteilt: die Fernsehanstalt Sveriges Television (SVT), die Radioanstalt Sveriges Radio (SR) und das „Ausbildungsradio“ Utbildningsradion (UR). Letzteres produziert Bildungsprogramme für Radio und Fernsehen, welche dann bei SVT und SR ausgestrahlt werden. UR betreibt also keinen eigenen Kanal.


HIghway to fame: ein paar Auftritte als Pausenfüller beim Melodifestivalen machten den Komiker Björn Gustavsson schlagartig bekannt – kein Wunder, wenn ein Drittel der schwedischen Gesamtbevölkerung zuschaut.

Folgende Fernsehprogramme werden angeboten:

  • SVT1: das erste Programm und Hauptprogramm, insgesamt auch das meistgesehene Programm mit 21% Marktanteil (Juni 2010). Es sendet 24 Stunden am Tag, wobei es nachts in der Regel nur Informationstafeln von SVT24 übernimmt. Hier finden die wichtigen Ereignisse statt. Neben dem Eurovision-Song-Contest-Vorentscheid Melodifestivalen, der auf exorbitante Einschaltquoten von einem Drittel der Gesamtbevölkerung kommt, und dem beliebten sommerlichen Mitsingprogramm „Allsång på Skansen“ kommen hier die Hauptnachrichten „Rapport“.
  • SVT2: das Schwesterprogramm zu SVT1. Im Gegensatz zum ZDF ist es eigentlich kein eigenständiger Kanal. SVT ist eher ein Programm, das auf zwei Kanälen ausgespielt wird. So wechseln Fußballspiele nicht selten während der Übertragung zwischen SVT1 und 2 hin und her. SVT2 ist kein 24-Stunden-Programm und bekommt eher die Nischeninhalte ab, also z.B. Kultursendungen und finnischsprachige Sendungen. Unter der Woche sendet es typischerweise von 16:30 bis 1:30 Uhr, am Samstag ab 12 Uhr und am Sonntag ab 8 Uhr. Den Rest der Zeit sieht man eine Informationstafel mit dem Programm oder – man mag es kaum glauben – das Testbild oder gar Rauschen. Es ist daher wenig verwunderlich, dass es nur auf 8% Marktanteil kommt.
  • SVT24: ursprünglich als eine Art schwedisches CNN gedacht, sendet es mittlerweile als eine Art drittes Programm, wenn der Kinderkanal sein Programm beendet hat. Am Abend laufen dort Unterhaltungsprogramme, Dokumentationen und Sportübertragungen, nachts dann vorwiegend Nachrichten.
  • SVTB: Das B steht für „barn“ (Kinder). Es ist also schlicht der Kinderkanal, der jeden Tag von ca. 6:00 Uhr bis 20:00 Uhr sendet. Ich gehöre nicht gerade zu den regelmäßigen Zuschauern, aber soweit ich das beurteilen kann, versucht man wie der deutsche Kinderkanal eine höherwertige Alternative zu Nickelodeon und Konsorten zu bieten.
  • Kunskapskanalen (Wissenskanal): eine Zusammenarbeit von SVT und UR. In dem Kanal laufen, wie der Name schon andeutet, vor allem Dokumentationen und dergleichen. Ein großer Teil der Inhalte stammt von UR. Gesendet wird üblicherweise vom späteren Morgen bis 1 Uhr nachts.

Weiterhin gibt es SVT World und SVT HD, die man damit aber nicht in eine Reihe stellen kann. Bei SVT World handelt es sich um einen Auslandskanal, der als Pay-TV-Programm (ca. 170€/Jahr) über ein paar exotische Satelliten und einige Kabelnetze in verschiedenen Teilen der Welt angeboten wird. Gesendet wird eine Auswahl aus allen SVT-Kanälen, wobei aber nur Sendungen übertragen werden dürfen, für die SVT alle Rechte hat – also in der Regel Eigenproduktionen. SVT HD ist ein Testkanal für hochauflösendes Fernsehen. Dort werden schlicht einige Programmteile der anderen SVT-Kanäle in hoher Auflösung ausgestrahlt. Das Programm soll durch entsprechende HD-Versionen der bestehenden Kanäle ersetzt werden.

Wichtigster Unterschied zum deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist die absolute Werbefreiheit von SVT – auch Sponsoring („Diese Sendung wird Ihnen präsentiert von…“) gibt es nicht. Das schlägt sich auch in der Programmgestaltung nieder. Da man sich aus Einschaltquoten nicht so viel macht, ist der Anteil von Kultur- und Informationsprogrammen etc. viel größer. Teure Blockbuster überlässt man den Privaten. Man verlegt sich auf ein tendenziell alternatives Unterhaltungsprogramm. Gleichzeitig hat man aber auch einige TV-Großereignisse wie das angesprochene Melodifestivalen im Programm. Dass man sich nicht dazu angehalten sieht, 24 Stunden am Tag zu senden, dürfte auch eine Folge der Reklamefreiheit sein.

Das Fernsehangebot in Schweden: Privatsender

1992 erlaubte Schweden als letztes Land in Europa reklamefinanziertes Privatfernsehen. Die Regeln waren aber lange Zeit trotzdem relativ streng. Noch 2006 waren gerade einmal 6 Minuten pro Stunde Werbung erlaubt. Ab August 2010 sind es nun 12 Minuten, nachdem es zuvor noch 9 Minuten waren. Werbeunterbrechungen waren zuvor nur zwischen den Sendungen erlaubt. Das führt zu einer grotesk anmutenden Situation: die meisten schwedischen Privatfernsehsender haben offiziell ihren Sitz gar nicht in Schweden, sondern in Großbritannien, um diese Regeln zu umgehen. Mit der weiteren Liberalisierung seit August 2010 düfte sich dieser Unterschied aber reduzieren.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es kaum wirklich frei empfangbare Kanäle gibt. Damit meine ich, dass diese Kanäle über irgendeinen Weg unverschlüsselt und kostenlos erhältlich sind. Es gibt eine ganze Gruppe von Kanälen, die zwar keine Pay-TV-Kanäle sind, aber an die man nur herankommt, wenn man bei dem jeweiligen Betreiber der Verbreitungstechnik (z.B. mit einem Kabelnetzbetreiber) ein Abo abgeschlossen hat, wobei es dort dann auch verschiedene Pakete gibt – je teurer das Paket, desto größer die Programmauswahl. Das ist dann wohl eine Art Pay-TV durch die Hintertür. Natürlich gibt es auch echtes Pay-TV, aber der Unterschied zu Deutschland ist hier, dass eben auch zahlreiche populäre Programme nur gegen Geld erhältlich sind.

TV4 ist der einzige große „echte“ schwedische Privatsender. Er hat dabei so etwas wie einen quasioffiziellen Status, denn er gehört nicht nur zu den wenigen Sendern, die frei empfangbar verbreitet werden, sondern lehnt sich in Sachen Nachrichten- und Informationsprogrammen an SVT an. Zudem überträgt er Sportgroßereignisse wie die Fußball-WM und liegt in Sachen Marktanteil mit SVT1 fast gleichauf (19% im Juni 2010). Die strengen Werberegeln umgeht er, indem er Filme in zwei Teilen zeigt, zwischen denen ein Nachrichtenblock läuft. Auf die Art werden drei Sendungen erzeugt, zwischen denen Werbung gezeigt werden darf. TV 4 betreibt weiterhin eine Reihe Spartenkanäle wie z.B. TV 4 Sport, die aber nicht frei empfangbar sind.

Weitere wichtige Kanäle sind TV 3 (8% Marktanteil) und Kanal 5 (7% Marktanteil). Wie man an der Benennung sehen kann, haben die Kanäle das mit SVT1 und 2 begonnene Schema fortgeführt (es geht mittlerweile bis TV10 hoch). Diese Sender zeigen wenig Information und viel Unterhaltung. Neben eher billig gemachten Unterhaltungsshows wie Singing Bee und Dokusoaps wie „Bauer sucht Frau“ (Bonde söker fru) zeigt man in allererster Linie amerikanische und britische Filme und Fernsehserien. Dies ist eine günstige Art, Programm zu machen, denn die Untertitelung ist nicht aufwändig und die Kosten für eine auf Schweden beschränkte Lizenz sind sicher auch nicht so hoch. Untersuchungen haben ergeben, dass das meiste in Schweden ausgestrahlte Fernsehprogramm englischsprachig ist. Die Auswüchse davon sind manchmal etwas befremdlich. So werden in Schweden auch amerikanische Reality-TV-Serien wie COPS ausgestrahlt, und auch Oprah Winfreys Talkshow wird gezeigt.

Richtige Pay-TV-Kanäle gibt es allerdings auch. Nenneswert sind hier vor allem Viasat und Canal Digital, die eine Reihe von Spartenkanälen als Pay-TV anbieten.

Der kleine Unterschied: wie sich schwedisches Fernsehen vom deutschen unterscheidet

Wie hier angedeutet, gibt es also auch über Satellit kein nahezu unbegrenztes Angebot, wie man es aus Deutschland gewohnt ist. Zumindest muss eine Grundgebühr gezahlt werden, um eine bestimmte Auswahl zu erhalten.

Aber auch in anderen Punkten unterscheidet sich die schwedische TV-Welt von der deutschen.

Als hervorstechendstes Merkmal ist da natürlich zu nennen, dass in Schweden mit Ausnahme von Kindersendungen sämtliche fremdsprachigen Sendungen nicht synchronisiert, sondern untertitelt werden. Die dahinterliegenden Gründe dürften wohl sein, dass Synchronisation teuer ist und sich daher für einen kleinen Markt wie den schwedischen nicht lohnt. Ich halte dies für ein großes Glück. Die Synchronisation wird nur in den seltensten Fällen dem Original sprachlich und inhaltlich gerecht. Meist sind die Übersetzungen sogar sprachlich falsch („Bist du ok?“) oder unzutreffend. Nebenbei sorgen die Untertitel dafür, dass eine Mehrheit der Schweden sehr ordentliches Englisch spricht.

Ein weiterer Punkt ist, dass es nach wie vor Ansager im schwedischen Fernsehen gibt. Diese wurden in Deutschland ja schon vor über 10 Jahren abgeschafft.

Inhaltlich sieht man vor allem die deutliche Trennung zwischen privat und öffentlich-rechtlich. Auf der einen sind die Öffentlich-Rechtlichen mit hochwertigen Informations- und Kulturprogrammen, auf der anderen Seite die Unterhaltungsabspielstationen im Privatfernsehen. Ich halte dies für sehr sinnvoll, denn so macht jeder Teil das, was er am besten kann. Zwischen den beiden steht TV4 als eine Art Hybrid.

Verbreitungswege: Satellit

Da Schweden ein sehr großes Land ist, spielt die Satellitenübertragung eine große Rolle. Hier gibt es zwei Anbieter.

Zum Einen ist das Canal Digital, das seine Programme über die Thorsatelliten auf 0,8° West verbreitet. Die Schüssel soll dabei mindestens 64 cm groß sein und mindestens 78 cm nördlich von Umeå. Sämtlich Programme sind verschlüsselt, so dass man ein Abonnement abschließen muss, um die Programme zu empfangen, unter denen sich dann auch die frei empfangbaren finden. Das billigste Paket kostet um die 18 € im Monat, enthält aber fast nur ohnehin frei empfangbare Kanäle.

Der zweite Anbieter ist Viasat, der seine Programme über Astra 4A auf 4,8° Ost verbreitet. Dieser Satellit hat einen eigenen „Nordic Beam“, der Empfang mit einer 60 cm großen Schüssel in ganz Skandinavien ermöglicht. Auch hier sind alle Programme verschlüsselt.Es geht ebenso ab 18 € los, aber mir scheint die Kanalauswahl für diesen Preis beträchtlich größer zu sein.

Das scheint auch so ziemlich alles gewesen sein. Ob man mit einer mit 2 LNBs ausgestatteten Parabolantenne parallel zu den schwedischen Programmen auch noch vernünftig die deutschen Programme auf 19,2° Ost empfangen kann, ist mir leider nicht bekannt.

Verbreitungswege: DVB-T

Eine ebenso relativ ortsunabhängige Alternative ist das digitale Fernsehen über die normale Antenne. 99,8% der Bevölkerung werden von diesem System erreicht.

Damit können hierüber praktisch überall um die 35 Kanäle empfangen werden. Frei empfangbar, also mit einfach Ausrüstung ohne Decoderkarte, sind aber nur die Kanäle von SVT, TV4, TV6 und TV Finland (Auswahl von Programmen des finnischen Fernsehens). Alle weiteren Kanäle kann man nur über ein Abonnement beim Anbieter Boxer empfangen. Die Tarife beginnen dort bei ca. 8 €/Monat.

Trotz der beachtlichen Zahl der Kanäle: die Auswahl an Programmen steht etwas hinter anderen Lösungen zurück. Dafür ist es eine Möglichkeit, ohne große Installationen und Aufwand die wichtigen Kanäle des Landes zu empfangen.

Verbreitungswege: Kabelfernsehen

In einem weitläufigen Land wie Schweden sollte man erwarten, dass Kabelfernsehen sich auf wenige Ballungszentren beschränkt. Das scheint aber nicht der Fall zu sein – gut 2 Mio. Haushalte haben es.

Der Markt ist dabei recht überschaubar: Com Hem hält ca. 75% des Marktes. Weitere rund 12% fallen auf die Kabel-TV-Sparte von Tele2. Der Rest verteilt sich auf kleinere Anbieter wie Sappa. Diese Aufteilung ist im Prinzip zementiert, denn man kann nur ein Abonnement bei dem Betreiber abschließen, der auch das eigene Netz betreibt.

Bei diesen Verhältnissen ist es nicht verwunderlich, dass Com Hem der Inbegriff für das Kabelfernsehen ist. Da ich bislang nur in Com Hem-Haushalten gewohnt habe, beschränken sich meine Erfahrungen auch darauf.

In vielen Wohnhäusern gibt es Verträge mit dem jeweiligen Kabelnetzbetreiber über die Einspeisung eines Grundangebots. Dafür zahlen dann die Bewohner ein paar Euro von ihrer Miete und können auch ohne ein Abo von Com Hem einiges empfangen. Wie umfangreich dieses Angebot ist, hängt davon ab, was der Vermieter mit Com Hem vereinbart hat. Typischerweise sind das ca. 15 Kanäle: die öffentlich-rechtlichen Sender, TV4, in der Regel auch noch TV 3, Kanal 5 und TV6, der offene Kanal, ein finnisches Programm und vielleicht noch Eurosport. Normalerweise sind diese Kanäle nur analog verfügbar, aber Com Hem bietet mittlerweile mindestens sieben Kanäle unverschlüsselt und digital an.

Das kleinstmögliche Paket im Angebot von Com Hem („Small“) ist wegen des angesprochenen analogen Grundangebots kaum von Interesse, weil man hierüber derzeit neun Kanäle erhält, von denen sieben wie erwähnt normalerweise unverschlüsselt sind. Das kleinste interessante Paket kostet dann schon rund 20 € im Monat und enthält knapp 40 Programme. Allerdings kommt hierbei noch eine „Kartengebühr“ hinzu, die bei der Entschlüsselung der Programme benötigt wird. Diese beträgt rund 3€ im Monat. Ihre Einführung war für mich der Auslöser, bei Com Hem doch auf das kleinste Paket zu wechseln. Es handelt sich dabei um eine Preiserhöhung um die Hintertür. Die Kartengebühr verlangen nämlich fast alle Anbieter auf dem Markt, aber Com Hem hatte sie vor einigen Jahren abgeschafft mit der Begründung, mehr Preistransparenz zu erzeugen. Nun hatte man nicht den Mut, eine Preiserhöhung zu vertreten, und führte sie still hintenrum wieder ein. Auch sonst gab es immer wieder Ärger mit der Hotline und dem Empfang. Das Bild beim digitalen Empfang stockte immer wieder. Nachdem Receiver und die Technik im Keller ausgetauscht war, wurde es nicht viel besser. Der Techniker ließ ein Entstörungskabel da, mit dem wir einen passablen, aber nicht störungsfreien Empfang hatten. Ärger mit Com Hem scheint keine Ausnahme zu sein – die Firma zählt zu den unbeliebtesten Firmen des Landes, heißt es manchmal.

In den nächsten Jahren sollen die analogen Angebote immer mehr verschwinden. Daher bietet Com Hem mit vielen seiner Angebote auch direkt Receiver mit an.

Com Hem bietet über sein Kabelnetz auch Breitband-Internet und Festnetz-Telefonie, was es zu einem der größten Anbieter in diesen Bereichen macht.

Verbreitungswege: IPTV

Die gute Internetinfrastruktur in Schweden macht es möglich, dass Fernsehen über das Internet übertragen wird. Es sollen 1 bis 2 MBit/s Bandbreite genügen hierfür. Ich kann leider nicht mit eigenen Erfahrungen dienen in diesem Bereich, aber für möglich halte ich es schon, auch wenn ich ein Risiko sehe, dass ein Computer beim Download den „Empfang“ empfindlich stört.

Große Anbieter in diesem Bereich sind Telia, Bredbandsbolaget und CanalDigital. Die Angebote ähneln denen anderer Verbreitungswege stark: je nach Bedarf unterschiedliche Pakete.

Deutsches Fernsehen bzw. Fernsehen für Deutsche

Nach diesem großen Überblick auf den schwedischen Fernsehmarkt stellt sich nun die Frage, wie man als Deutscher (bzw. Österreicher oder Schweizer) seine Nische findet, sprich neben den schwedischen Programmen sich auch ein Stück alte Heimat ins Wohnzimmer zu holen.

Dazu muss ich gleich vorweg sagen, dass sich das internationale Angebot der schwedischen Anbieter zumindest innerhalb der normalen Programmpakete auf CNN, BBC World News und vereinzelten weiteren englischsprachigen Programmen beschränkt. Mit anderen Worten: wenn überhaupt eine Empfangsmöglichkeit gegeben ist, dann zahlt man hierfür extra.

Hier nun die einzelnen Empangsmöglichkeiten:

  • Satellit: dies ist die einzige Möglichkeit, sich den kompletten Umfang deutschsprachiger Programme ins Haus zu holen. Wie ich weiter oben schon angedeutet habe, habe ich aber meine Zweifel, dass sich das in einer Empfangsanlage mit den schwedischen Satellitenprogrammen kombinieren lässt. Die deutschen Programme kommen nämlich alle über die Astra-Satelliten auf 19,2° Ost, die schwedischen Programme aber entweder auf 4,8° Ost oder 0,8° West. Es gibt zwar sogenannte „schielende Schüsseln“, bei denen zwei LNBs (Empfangseinheiten) angebracht werden, aber ich habe meine zweifel, dass diese über 14° Abstand abdecken können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Satelliten auf 19,2° Ost die Programme ihrem Markt entsprechend Richtung Mitteleuropa abstrahlen. Auf dieser Seite kann man interaktiv nachschauen, wie gut der jeweilige Ort in Schweden abgedeckt ist. Da sieht man, dass bis ca. Höhe Stockholm der Empfang mit einer Schüsselgröße von 60 cm noch zu machen ist. Auf Höhe von Kiruna braucht es für manche der Programme aber schon 120 cm. Derzeit wären das u.a. einige ARD-Programme (digital), einige Frequenzen von Sky Deutschland sowie die analogen Frequenzen von RTL und einer Reihe weiterer Privatsender. Das alles bringt aber nichts, wenn man keine freie Sicht auf den Satelliten hat. Bildlich gesprochen stehen die Astra-Satelliten über dem Kongo. Sie sind also von Schweden aus gesehen in südlicher Richtung nur ca. 20° über dem Horizont (in z.B. Frankfurt sind es über 30°). Man braucht also einen freien Horizont Richtung Süden – ansonsten wird das nichts. Auch muss man sich eine entsprechende Schüssel beschaffen. Da der Bedarf für solche Schüsseln anders gelagert ist als in Deutschland, werden solche Antennensysteme auch nicht in jedem Baumarkt feilgeboten. Entweder man bringt sich eines aus Mitteleuropa mit, oder man wendet sich an einen Fachhändler, was dann aber etwas teurer werden dürfte.
  • Terrestrisch: kann man vergessen, wenn man es kurz sagt. Etwas länger gesagt ist das Kanalangebot über DVB-T ohnehin nicht das größte auf dem Markt, und da werden die Anbieter einen Teufel tun, diese für Exotenprogramme herzugeben, die nur einen Bruchteil der Kundschaft ausmachen.
  • Kabel: irgendein obskurer Mensch hat den Leuten bei Com Hem geflüstert, dass ZDF und 3sat die tollsten Programme im deutschsprachigen Raum sind. Das sind nämlich die beiden einzigen Programme, die man bei Com Hem erhält. Vermutlich hat man 3sat ausgewählt, um auch den österreichischen und Schweizer Markt abzudecken. Da ZDF aus dem gleichen Hause kommt, war das wohl am bequemsten, hier einen Vertrag zu machen. Um an diese Programme heranzukommen, braucht man irgendein Com Hem-Abonnement, mindestens das „Small“-Paket (was so ziemlich der einzige gute Grund ist, es zu buchen). Dann muss man diese Kanäle per Telefon dazubuchen. Jeder der beiden kostet derzeit rund 3€ pro Monat. Das ist nicht wenig – wir haben daher nur das ZDF gebucht, nutzen es aber recht häufig, so dass dies den Preis rechtfertigt. Eine interessante Option kann das Paket „Medium 8 Favoriter“ sein. Dies enthält die Kanäle von Small und lässt einen 8 weitere Kanäle dazu buchen. Da kann man also für rund 18 € im Monat (inkl. Kartengebühr) eine Art maßgeschneiderte Programmauswahl erstellen. Allerdings ist auch anzumerken, dass diese 8 Kanäle früher keine fremdsprachigen Kanäle enthalten durften. Es kann sich also auch wieder ändern. Tele2 bietet in seinem Kabelnetz ZDF und RTL an, für je rund 2€ pro Monat. Canal Digital bietet nur RTL an, auch zum Preis von ca. 2€ pro Monat.
  • Internet: soweit ich es überblicke, haben die genannten IPTV-Anbieter keine deutschsprachigen Programme im Angebot. Jedoch kann man sich auf andere Art behelfen. Hier eine Reihe von Tipps:
    • Onlinetvrecorder.com (kurz OTR): ein Art Online-Videorekorder, der auf dem Prinzip basiert, dass es legal ist, wenn man einen Freund bittet, eine Sendung aufzunehmen. So bucht man bei OTR eine Sendung, bevor sie beginnt, und nachher kann man sich diese Sendung herunterladen. Dass das wirklich so legal ist, ist umstritten. Deswegen hat OTR seinen Sitz in irgendwelchen exotischen Ländern. Das Angebot ist in der Theorie kostenlos – jedoch wird einem der Download erheblich erschwert, wenn man nicht brav auf viele Werbebanner klickt oder zumindest ab und zu etwas spendet. 100% zuverlässig ist der Dienst auch nicht, aber weitgehend. Das Angebot wurde in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Mittlerweile ist fast das ganze deutsche Programmangebot zu erhalten. Weiterhin werden mittlerweile auch britische und amerikanische Sender angeboten. Einige Sender sind nur sogenannte Pooling-Sender, d.h. mehrere Sender teilen sich eine Aufnahmeeinheit und nur die am meisten gebuchten Sendungen werden aufgezeichnet. Die „großen“ Sender wir RTL etc. werden aber nicht nur 24 Stunden am Tag aufgenommen, sondern sind mittlerweile sogar bis zu HD-Qualität verfügbar.
    • Save.tv: eine kostenpflichte Alternative zu OTR.
    • Mediatheken: mittlerweile haben alle großen Programme die Möglichkeit geschaffen, vergangene Sendungen anzuschauen. Bei ARD und ZDF nennen sich die zentralisierten Portale für diese Sendung Mediathek, was sich auch als allgemeiner Begriff zu etablieren scheint. Der Zugriff auf die Sendungen ist aber gewissen Beschränkungen unterworfen. So dürfen die Inhalte teilweise nur zeitlich befristet angesehen werden. Private Sender (wie z.B. RTL auf seinem Portal rtlnow.de) verlangen spätestens nach einiger Zeit Geld für das Anschauen. Wenn der jeweilige Sender nur die Rechte zur Ausstrahlung in Deutschland hat, werden häufig Sperren verwendet, um ausländischer Zuschauer auszuschließen. Dies zu umgehen ist möglich, aber aufwändig und mit einiger technischer Finesse verbunden. Auch sei angemerkt, dass die Bildqualität zwar gut ist, aber natürlich einer Aufnahme von OTR (zumindest in den HQ- oder gar HD-Varianten) kaum das Wasser reichen kann.
    • Livestreams der Sender: manche Sendungen sind eigentlich nur interessant, wenn man sie live sehen kann – so z.B. Fußballspiele oder Nachrichtensendungen. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre Nachrichtensendungen als Livestream an. Bei hochaktuellen Ereignissen gibt es dann z.B. auch den ARD-Brennpunkt in der Regel live, und bei großen Ereignissen wie Wahlen werden die Wahlsendungen im Netz angeboten. Der Sender Phoenix streamt alle aktuellen Programmteile aus der Parlamentsberichterstattung. Andere interessante Ereignisse wie z.B. große Fußballspiele sind jedoch aus rechtlichen Gründen gar nicht oder nur in Deutschland verfügbar. Genauso verhält es sich mit vielen Unterhaltungsprogrammen.
    • Livestation: ein einfacher Weg, an solche Livestreams heranzukommen, ist oft das Programm Livestation von Microsoft. Dieses vertreibt nicht nur Livestreams von einigen großen internationalen Nachrichtensendern. Unter den offiziellen Sendern ist dann ggf. auch ein Livestream von Phoenix oder so, wobei diese Kanäle aber nicht zu den offizielle unterstützten gehören, was bedeutet, dass Livestation keine Gewähr für deren Funktionieren übernimmt. Illegal gestreamte Inhalte (z.B. Sportereignisse) werden hier kaum zu finden sein.
    • Sopcast: hierfür gibt es dann dieses obskure Programm, welches anscheinend aus China stimmt. Dort sind u.a. chinesische Sportprogramme zu sehen, die viele europäische Fußballspiele zeigen. Mit dem Kommentar auf chinesisch muss man dann natürlich leben, und mit der mäßigen Bildqualität auch. Bei Länderspielen kann es schon einmal sein, dass jemand das Signal von ARD oder ZDF einspeist. Ob das jemand macht und ob es dann auch funktioniert, liegt freilich völlig im Dunkeln.
    • Zattoo: wem es gelingt, sich durch irgendwelche Tricks als in einem anderen Land befindlich zu erscheinen, bekommt vielleicht das Internetfernsehportal Zattoo zum Laufen. Allerdings ist es selbst in Deutschland so, dass dort private Fernsehsender der RTL-Gruppe oder von ProSiebenSat.1 nicht zu empfangen sind. Der Nutzen ist also fraglich. Zattoo ist bislang nicht in Schweden verfügbar, aber selbst wenn es das irgendwann sein wird, ist nicht damit zu rechnen, dass deutsche Kanäle in nennenswertem Umfang eingespeist werden. In Dänemark ist lediglich RTL zu sehen, und dort ist Zattoo anscheinend kostenpflichtig.

Mit etwas Aufwand kann man also einiges, wenn auch nicht alles, aus Mitteleuropa anschauen.

Radio

Diese Folge verspricht vollmundig, Fernsehen und Radio abzudecken. Aus gutem Grund habe ich mir aber das Radio zum Schluss aufgespart. Zum Einen gibt es da nicht soviel zu erzählen, denn die Verbreitungswege (UKW und Internetradio) sind allgemein bekannt und eine vollständige Kanalübersicht hätte wenig Nutzen. Zum Anderen ist das alles fast komplett getrennt vom Bereich Fernsehen.

Hier ein grober Programmüberblick:

  • P1: das erste Programm des öffentlich-rechtlichen Sveriges Radio (SR). Es konzentriert sich auf Wortbeiträge und ähnelt in der Hinsicht etwas dem Deutschlandfunk und den Wortprogrammen der ARD-Anstalten.
  • P2: der Kultursender von SR
  • P3: der Jugendsender vom SR.
  • P4: eine Kette von 25 Lokalstationen des SR mit allgemeinverträglicher Musikauswahl. Außerhalb der Hauptzeiten gibt es ein nationales Mantelprogramm, teilweise im Verbund mit P3
  • Rix FM: die größte private Radiosenderkette. Typische Pop-Station.
  • Mix Megapol: ähnlich Rix FM eine Senderkette.

Das ist natürlich alles andere als vollständig. So hat SR noch einige kleinere Lokalstationen wie z.B. „Din gata 100,6“ und „SR Metropol“, die mit spezieller auf jugendlichen Geschmack getrimmter Musikauswahl in Skåne und Stockholm auf Hörerfang gehen, und Fremdsprachen- bzw. Minderheitenprogramme. Bei den Privatsendern gibt es neben vielen kleinen Lokalsendern zahlreiche Nischensender. Letztere sehen dabei teilweise so aus, dass sie eigentlich nur Musikabspielstationen, bei denen es jenseits der (immer gleichen) Musik kaum Inhalt gibt.

Es gibt zwar mittlerweile eine Menge Ausnahmen, aber im Allgemeinen ist es so, dass öffentlich-rechtliche Programme im Bereich unter 100 MHz zu finden sind und die privaten Sender darüber.

In Sachen Stil unterscheidet sich schwedisches Radio deutlich vom deutschen. Die Programme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind werbefrei, was wie beim Fernsehen dazu führt, dass sie mangels werbebedingtem Quotendruck eigene Wege gehen. Die Wortbeiträge sind für deutsche Verhältnisse extrem lang. So kann es bei P3 in der Morgensendung schonmal passieren, dass sich die Moderatoren 5 Minuten lang über Gott und die Welt unterhalten – in Deutschland undenkbar. Auch sonst setzt man sich von der Privatradiodurchhörbarkeit ab. Während in Deutschland bei den großen Stationen darauf geachtet wird, keine Brüche im Programm zu haben, damit jeder zu beliebigen Zeitpunkten ins Programm einsteigen kann, gibt es beim SR noch ganz klassisch stark voneinander verschiedene Sendungen. Auch bei der Musik merkt man das. P3 scheint mir erheblich alternativer als die großen öffentlich-rechtlichen Pop-Programme in Deutschland. Ein Sounddesign (also ein einheitliches Klangbild für Jingles etc.) gibt es zwar, aber Talkover-Betten (Hintergrundmusik während der Moderator spricht) nicht. Wie beim Fernsehen auch ist der Kontrast beim Privatradio groß. Bei Rix FM und Konsorten wird auch stark auf Pop und Durchhörbarkeit gesetzt.

Zusammenfassung

Dieser Artikel soll einen Überblick geben, was es gibt und wie man es hoffentlich empfangen kann. Eine Zusammenfassung ist hier sehr schwierig, denn jeder muss nach seinen persönlichen Bedürfnissen entscheiden, was er braucht. Jedoch sollte bei allen technischen Möglichkeiten und der damit verbundenen Programmvielfalt nie vergessen werden, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Schweden nicht zuletzt dadurch erfolgt, dass man sich mit dem auseinandersetzt, was auch die Einheimischen anschauen. Ich denke daher, dass man sich zumindest die frei empfangbaren schwedischen Kanäle ins Wohnzimmer holen und sie auch anschauen sollte. Nebenbei trägt dies auch zur Verbesserung der Schwedisch- und Englischkenntnisse bei. Sich eine Schüssel für deutsche Programme ans Haus zu hängen befördert heimelige Gefühle, aber auch die Problematik, dass man sich als Einwanderer in eine kleine Parallelwelt flüchtet. Das alles sollte bedacht werden.