Sandhamn

Ich wohne im letzten Vorposten östlich von Stockholm: Gustavsberg – ein Dorf eigentlich, aber mit allem ausgestattet, was eine Stadt braucht. Denn danach kommt nicht mehr viel. Je weiter man sich Richtung Meer bewegt, desto kleiner werden die Siedlungen. Am Ende der Straße liegt Stavsnäs. Nicht der östlichstes Punkt Schwedens, nicht einmal der östlichste Punkt der Region Stockholm. Aber östlich davon kommt nicht mehr viel. Dachte ich zumindest, denn Grinda, Finnhamn usw. sind Inseln, auf denen die Häuser verstreut liegen.

Ganz anders Sandhamn, das ich letzten Sonntag besucht habe. Die Insel, die anscheinend eigentlich Sandön heißt, war dereinst der letzte Hafen vor dem Meer und als solcher seit jeher wichtig. Heute ist daraus ein malerisches Dörfchen entstanden, das man auf einer Insel, die gerade mal 2,5 km lang ist, nicht erwartet. Es könnte aus einem Inga-Lindström-Film stammen. Es gibt eine Dorfbäckerei, einen Kiosk, ein Wärdshus (Restaurant mit Selbstbedienung), einen schon etwas heruntergekommenen Laden und vor allem das Hotel, wo man in der Nebensaison Wellness zu angeblich erträglichen Preisen bekommen kann. Hinter dem Dorf beginnt der Wald, und nur das Rauschen des Meeres von der anderen Seite erinnert daran, dass die Insel so klein ist.

6 Gedanken zu „Sandhamn“

  1. Super Fotos, sehr schöner Ort. Sehe ich das richtig, daß auf Foto 4 eine U-Bahn ist? Oder steht das „T“ was dem U-Bahn „T“ doch gleich sieht für einen Tankstelle? *lach
    Aber Tankstelle heißt soweit ich mich nicht irre Mack, also müsste da dann ja ein „M“ stehen. Hmmm.. interessant. 😉

    1. Da ist natürlich keine U-Bahn – auch wenn es sehr praktisch wäre, wenn die U-Bahn so weit hinaus reichen würde. Das Schild ist nur Dekoration.

  2. Ich sehe gerade den armen Touri vor mir, der erschöpft vom „Wandern“ dieses Schild sieht, sich schon freut und dann nur an einer Deko steht, haha.
    Hab ich mir schon fast gedacht – eine U-Bahn auf einer kleinen Insel wäre auch Rekordverdächtig.

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